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Jakob verändert sich

 

(Kurzkommentar zum Wochenabschnitt Va-Yetze Genesis 28,10 – 32,3)

Was hat Jakob gedacht in diesen dunklen, kalten Stunden, wenn der „Schlaf von seinen Augen floh“?

Offensichtlich war er ein veränderter Mann, nicht mehr das selbstbezogene und verdorbene Kind, das seinen Bruder zweimal betrogen hat. Als er sein Haus und den Schutz seiner Mutter verließ, erblickt er erstmals den EwigEinen und erkennt: „Sicher ist Gott an diesem Ort, aber ich hab es nicht bemerkt!“ (Genesis 28, 16-17)

Nach den ersten sieben Jahren, die in Liebe zu Rachel im Nu verflogen (Genesis 29,15), war sein Leben mit Laban wie eine Gefängnisstrafe. Aber Jakob lernte die Lektion, die eine Gefängnisstrafe erteilen sollte.

Laban war der perfekte Gefängnisdirektor:

Zuerst trickst Laban Jakob genau so aus, wie Jakob seinen Vater ausgetrickst hatte (Genesis 29, 23-28). Wiederholt nimmt er Jakob weg, genau wie Jakob es von Esau genommen hatte, was Jakob von Recht wegen zusteht (Genesis 31,38ff).

Jakob wusste, dass Esau ihn hasst und geschworen hat, ihn zu töten.

Aber mit jeder neuen kalten, einsamen Wüstennacht wurde sein Wunsch, sein Verhältnis zu seinem Bruder in Ordnung zu bringen, stärker als seine Angst. Trotz Labans Versuchen ihn zu betrügen, wurde er reich an Schafen und Rindern. Darum bereitete er in Gedanken ein Geschenk vor, das er seinem Bruder schicken wollte.

Eines nachts rafft er sich auf. Er geht nach Hause um seinem Bruder zu begegnen. Er vertraut Gottes Versprechen, ihn zu schützen – tatsächlich klammert er sich daran – , aber er weiß, dass er seinen Teil dazu tun muss.

Er spart nicht! Er sendet Herden von Rindern, Schafen und Eseln zu seinem Bruder, mehr als genug um den Wert des Erstgeburtsrecht zu ersetzen, das er gestohlen hatte. Den Segen allerdings wird er behalten. Er bekommt den Namen Israel, mit dem wir uns selbst bis heute rufen.

Nach den 20 Jahren Haftstrafe im Laban-Gefängnis ist Jakob bereit seine Bestimmung zu erfüllen.

 

Translation: with thanks to Pastor Ursula Sieg

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