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Wie am besten die Karriere beenden? Kurzkommentar zum Wochenabschnitt Va-yelech, Deuteronomium 31:1-30

 

Beim Blick in den Spiegel sehe ich – jetzt 69 Jahre alt – nicht mehr den jungen Mann, der ich zu sein glaube. Diese Realität zu akzeptieren, fällt mir nicht leicht.

Ich stelle mir vor, dass Mose ähnlich fühlte, als er zu den Kindern Israels sagte: “Ich bin jetzt 120 Jahre alt. Ich kann nicht mehr tun, was ich sonst tat.” (Deuteronomium 31, 2)

Gott ruft daraufhin ihn und seinen Nachfolger Josua zum Zelt der Begegnung um Gottes Auftrag zu empfangen und die Leitung zu übergeben.

Nach anfänglichem Widerstand (Deuteronomium 3:24-26) kann Mose jetzt loslassen. Er ermahnt Josua, stark und gutem Mutes zu sein (Deuteronomium 31:6), und überlässt ihm dann die Führung des Volkes ohne sich noch einzumischen.

Im Gegensatz dazu tat Samuel das nicht. Seine Unfähigkeit loszulassen ruinierte die Regierung des Mannes, den Samuel im Auftrag Gottes zum König gesalbt hatte: Saul (1, Samuel 9 – 15). Indem er jede seiner Entscheidungen infrage stellte, verdammte Samuel Saul zu einer gescheiterten Regentschaft und zu einem tragischen Ende,

Wer von uns Leitungsverantwortung trägt, sollte diese beiden Beispiele studieren.

Als Rabbiner kenne ich Gemeindeleiter, die geplagt werden von beständigen Einmischungen ihrer Vorgänger. Wie traurig ist es zu sehen, wie pensionierte Rabbiner, die sich nicht würdevoll zurückziehen können, ihr Erbe zerstören und Verbitterung sähen in ihren Nachfolgern und deren Gemeinde. Persönlich war ich mit zwei pensionierten Kollegen gesegnet, die mir Gutes wünschten und mir großzügig die Zügel überließen. Ich bin für immer dankbar. Wo wir auch arbeiten, sollten wir und fragen: “Wenn ich pensioniert werde, will ich dann dem Beispiel Samuels folgen oder dem lobenswerten Beispiel des Mose?” Die richtige Entscheidung wird das Erbe unserer Amtszeit mehren und ein Segen sein für unseren Nachfolger.Als Rabbiner kenne ich Gemeindeleiter, die geplagt werden von beständigen Einmischungen ihrer Vorgänger. Wie traurig ist es zu sehen, wie pensionierte Rabbiner, die sich nicht würdevoll zurückziehen können, ihr Erbe zerstören und Verbitterung sähen in ihren Nachfolgern und deren Gemeinde.

Persönlich war ich mit zwei pensionierten Kollegen gesegnet, die mir Gutes wünschten und mir großzügig die Zügel überließen. Ich bin für immer dankbar.

Wo wir auch arbeiten, sollten wir und fragen: “Wenn ich pensioniert werde, will ich dann dem Beispiel Samuels folgen oder dem lobenswerten Beispiel des Mose?”

 Die richtige Entscheidung wird das Erbe unserer Amtszeit mehren und ein Segen sein für unseren Nachfolger.

Translation: with thanks to Pastor Ursula Sieg

Die richtige Entscheidung wird das Erbe unserer Amtszeit mehren und ein Segen sein für unseren Nachfolger.

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