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For My German Readers: Wir dürfen das nicht zulassen! (Kurzkommentar zum Tora-Abschnitt Va-yakhel-Pekude)

Wir haben etwas weiter vorne im Buch Exodus gelesen, dass Mose in das Zelt der Begegnung ging, wo Gott mit ihm redete (Exodus 33.9). Am Ende des Buches Exodus allerdings lesen wir: “Mose konnte nicht in das Zelt der Begegnung, weil die Wolke auf ihm ruhte” (Exodus 40,35).

Professor Ellis Rivkin erklärt, dieser radikale Umschwung markiert die Machtübernahme über das jüdische Leben durch die Nachkommen Aarons, indem sie die erblich herrschende Klasse wurde und die völlige Kontrolle des jüdischen Lebens an sich riss: “Wenn ein Fremder sich naht, soll er sterben” (Nummeri 3,10).

Was lernen wir daraus?

Wir müssen die Wolke aus dem Zelt schubsen und Gottes Weisungen als für uns so zugänglich ansehen wie sie für Mose waren. Wir wollen nicht riskieren Priestern, Rabbineren oder Imanen absolute Autorität einzuräumen. Ja, wir wollten ihre Lehren respektieren und studieren. Aber unser eigenen Gewissen und das Bestreben, “zu tun, was Recht und gerecht ist”, wie Gott es Abraham aufträgt (Genesis 18,19).

Wie oft in der Geschichte haben Menschen Grausamkeiten begannen, einfach weil die herrschenden Autoritäten es ihnen sagten. Die Nazis konnten ihren Horror ausbreiten, nicht nur wegen böser Führer, sondern weil gute Menschen unhinterfragt Autoritäten gehorcht haben, die sie auf einen schrecklichen Weg treiben.

Gottes größte Geschenk an die Menschheit ist ein Verstand, den wir gebrauchen können um überlegt zu entscheiden, wie wir handeln werden. Wenn wir einer “Wolke” erlauben uns von Gottes Unterweisung fernzuhalten, verarmt unser Geist. Wenn wir stattdessen durch Studieren und ernsthafte Suche nach der aktuellen Botschaft der biblischer Weisung die Wolke aus der Stiftshütte hinausbefördern, können wir uns dem Bild Gottes annähern, als das wir geschaffen sind, und die Welt besser machen für unsere Kinder, Enkelkinder und zukünftige Generationen.

Translation: Pastorin Ursula Sieg

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